Irgend wachs fehlt hier doch noch...
Der Wachs, der über das Jahr als Wabe oder Presskuchen anfällt, passt bequem in den Tiefkühlschrank, bis die Bienensaison zu Ende ist.
In der Top-Bar-Hive fällt relativ viel Wachs an. Schließlich werden die Honigwaben meist gepresst und zweitens fließt besonders wenig Wachs (insbesondere in Form von Mittelwänden) ins Bienenvolk zurück.
Die abgebildete Schmelzkiste fast 5 Rähmchen Kuntsch hoch (Standardrähmchenmaß bei Golzbeuten) oder einen Drahtgitterkorb in Edelstahl aus einem Spargeltopf. Der Kasten ist von innen lackiert, damuit die Feuchtigkeit nicht ins Holz eindringen kann. Als Dampfquelle dient ein Tapetenlösegerät (oder zuvor eine Dampfreinigungsgerät). Das Handteil ist auf dem Deckel aufgeschraubt.
Der unten näher beschriebene Klärkasten, dient auch als Unterlage und sorgt für ein leichtes Gefälle.

Das Schmelzen mit Heißdampf bringt eine relativ hohe Ausbeute auch ohne Druck. Beim Einblick in den Schmelzkasten sind die Auslaufbohrlöcher im Boden und die Dampfeintrittsöffnungen im Deckel zu erkennen. Durch den Umbau der Dampfversorgung von einem gebrauchten Dampfreiniger auf ein Tapetenlösegerät, sind diese durch den weißen Schutzlack gut sichtbar.

Um Fehler der Wachsbarren wie Risse zu vermeiden und eine gute Klärung zu erzielen, sollte der Abkühlprozess langsam voranschreiten. Aus diesem Grunde habe ich eine Klärkiste (ähnlich einer Kochkiste) aus Styrodurresten gebastelt. Als Auffanggefäß dient eine teflonbeschichtete Kuchenform. Die geschlossenen Kiste ist gut isoliert. der Abkühlungsprozess wird dadurch stark verlangsamt. Schwebteilchen können nach oben steigen und andere Verunreinigungen können langsam durch das flüssige Wachs nach unten sinken. Die Kastenform ergibt einen handlichen Wachsbarren, die sich leicht entnehmen lassen.

Nach jeder Schmelze wird der Bodensatz vom Barren abgekratzt. Nach 2-4 Schmelzvorgängen erhält man relativ saubere Barren.
Alternativ habe ich die 2. Schmelze in einem Spargeltopf (im Wasserbad) in einem themperieten Einkochautomaten) vorgenommen (das Verfahren ist sicherer, als ein direktes Erhitzen auf einem Gasgrill mit Kochfeldern, was sonst auch funktionierte). Durch ein feines Küchensieb wird das gesamt Wachs wieder in die Kuchenform geschüttet. Der Klärprozess funktioniert so besonders gründlich. Das klären wird dann idealerweise in einem elektrischen, temperieretn EInkochautomaten über drei Tage vorgenommen.
Nach dem Festwerden erfolgt das Abkratzen der erhärteten Sink-und Schwimmschichten und Wiegen der Wachsbarren.

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