Hobbyimkern in der Oberträgerbeute

4 Jahreszeiten

Bilder zu Herbst, Winter, Sommer, Frühjahr

Impression aus den letzten Jahren. Im Sommer habe ich die Beute mit einer Latte und einer Plane abgeschattet. Wie unten zu sehen ist habe ich mittlerweile ein Lattenrost als dauerhaftere Lösung gewählt.


Spätherbst im Wald...
 

Bienenkasten über Futtereimer


In Arbeit...

Typisches Bild während der Bearbeitung. Neben dem Hauptvolk steht ein Zwischenableger. Dieser dient der Schwarmkontrolle oder zum Einweiseln (Austauschen) von zugekauften Königinnen. Wenn Bienen bei der Volksdurchsicht abgestoßen oder abgefegt werden, werden sie auf ein Brett vor bzw. unter die Beute geworfen. Die Bienen fallen nicht in die Beute und werden dann eventuell mehrfach abgefegt, was die gute Laune erhält. Junge Bienen sammeln sich zudem an der oberen Brettkante und können für einen Begattungsableger abgeschöpft werden. Das Brett berührt die Beute nicht, sondern ruht auf einem Blumentopf. Durch verschieben des Blumentopfes kann der Winkel des Bretts verstellt werden. Unten wird das Brett durch einen, in den Boden gesteckten, Stock fixiert. Wenn man das Brett direkt an die Beute anlegt, fällt es oft mit den ansitzenden Bienen auf den Boden, sobald die Oberträgerbeute durch das Arbeiten vor und zurück schwingt. Der Rauch ist vorteilhaft um die Bienen zurückzutreiben und keine Bienen beim Zusammenrücken der Oberträger (Top-Bars) zu zerdrücken. Neben dem linkem Pfahl steht noch eine Pumpspritze, die Bienen auf dem Flugbrett fliegen weniger auf, wenn sie mit einem feinen Wassernebel befeuchtet werden.

Und weil es so schön ist möchte ich hier ein Foto mit einer Oberträgerbeute im Schnee veröffentlichen. Aus Erfahrungen auch mit der Golzbeute weiß man inzwischen, dass Bienen in langgestreckten Räumen mit guter Belüftung von unten sehr gut Überwintern. Durch die Aufhängung bleiben die Bienen von Bodenfrost etwas verschont.

KTBH im Schnee

Die letzten Jahre waren sonnig und zu warm. Deshalb habe ich für den sonnigen Standplatz ein Schattenrost (ca. 100 x 60 cm) aus aussortierten Konstruktionleisten gebastelt. Das Lattenrost ist genau wie die Oberträgerbeuten (ähnlich einer Hängematte) aufgehängt.

Gerade wenn man noch Erfahrungen sammelt, kann es helfen nach der Auffütterung zu wiegen, da ein Schätzen der Futtervorräte bedingt, das Volk auseinander zu nehmen und eine Schätzung bei teilausgebauten Waben etwas schwieriger ist, als bei der Verwendung von Rähmchen. Mit 2 Schraubisolatoren und 2 Federwaagen (oder einer Waage und einer Drahtschlaufe) lassen sich die Gewichte relativ einfach ohne schweres Heben (da nur jede Seite nacheinander gehoben wird) ermitteln. Die angezeigte Masse ist leichtabzulesen, weil die Beute ruhig an den Federwaagen hängt und eine 2. Federwaage ist billiger als eine aufwendige Hebemechanik. Mit der Federwaage können auch Eimer mit Futter, Schwärmen  und ähnliches gewogen werden. Je geringer das Maximalgewicht einer Taschenfederwaage ist, desto genauer ist die Skalierung. Dies spricht auch für 2 Waagen mit engerer Skalierung.


Die Gefahr von Wabenabrissen auch bei vorsichtigem Umgang gehört zu den wenigen echten Nachteilen der Top-Bar-Hive. Mit der Zeit bekommt man hierfür immer mehr Erfahrung. Bereits mehrfach bebrütete Waben sind deutlich unempfindlicher als neue Waben. Überbaute oder verbaute Honigwaben sollten rechtzeitig geerntet werden. Seit dem ich dieses beherzige hat es keine Abrisse mehr gegeben. Ein, zwei mal hab ich beim Hantieren ein leichtes Abknicken bemerkt und die Waben bis zur nächsten Volkskontrolle mit Draht fixiert, was anscheinend auch geholfen hat.

Ein abgerissenes Wabenteil, das bis zum Auslaufen der Brut mit Drähten aufgehängt wurde. (Alternativ wird auch Zahnseide zum Befestigen empfohlen. Dies habe ich einmal ausprobiert und fand das Ergebnis erschreckend. Ein Dutzend Bienen hat sich in den Fasern verheddert und ist umgekommen.)

Der Rand der Beute dient auch als einseitige Wabenablage, so dass die Wabe bequem von beiden Seiten betrachtet werden kann. Die Bearbeitung ist bei Oberträgern und Rähmchen sehr ähnlich: Platz schaffen-Verkittungen (und evtl. angebaute Stellen lösen)- Volk durchsehen und dabei einen gesamten seitlichen Rutsch um den gewonnenen Raum machen. Nach der Durchsicht werden die Oberträger (mit Hilfe des Stockmeisels) wieder Blockweise zurückgeschoben-entnommene Oberträger wieder einhängen. Durch dieses Vorgehen bleibt das Volk relativ geschlossen und die Seitenwände und Oberträger können während der Durchsicht saubergekratzt werden, außerdem werden wenige Bienen beim Ziehen von Waben am Nachbaroberträger abgestreift.

Wieder-/Vereinigung

zum Vereinigen zweier Völker, zum Beispiel beim Rückvereinigen mit einem Zwischenableger oder bei einem weisellosen Volk (Volk ohne Königin) kann zur Sicherung ein Absperrgitter vor die Fluglöcher geheftet werden. Die Bienen, des aufzulösenden Volkes, werden vor dem bleibenden Volk abgekehrt. Sind die Bienen ohne Waben wird der Transportbehältern kurz auf dem Boden aufgestoßen und die Bienen mit einem feinen Wassernebel angefeuchtet, damit diese nicht auffliegen und sich schütten lassen.

Standortbedingungen

Nicht jeder Standort ist ohne Tücken. Bremsen, Zecken und Lausfliegen nicht Bienen erzwingen in Waldnähe dieses idyllische Nachwuchsfoto. Die Beute ist mit Fluglöchern an der linken Seite und in der rechten Ecke gestaltet. Im rechten Teil wird Honig eingelagert und man könnte einen Zwischenableger einrichten oder die Beute ähnlich einem Zuchttrog nutzen.

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