Hobbyimkern in der Oberträgerbeute

Das Bienenvolk in der Top-Bar-Hive

Die Beute funktioniert einfach und für bereits öfters entnommene Waben zuverlässig (bei neuen Waben wird gerne etwas verbaut). Der Abstand zwischen den Waben wird über die Breite der Oberträger sichergestellt.

Im Internet findet man sehr viele Möglichkeiten Top-Bars zu gestalten. (Auch die Verwendung von Dickwaben ist möglich.)

Ich habe mich für die unten abgebildete Variante entschieden, da sie relativ einfach herzustellen ist und mit oder ohne Mittelwandstreifen genutzt werden kann.

Um auf Mittelwandstreifen verzichten zu können, knete ich Wachs zu einer dünnen Rolle und drücke diese in die Nut. Mit einem einfachen Form-Blech, das man mit einer Handsäge herstellen kann, wird das Wachs ausgeformt und überflüssiges Material abgezogen. (Gegossenes Wachs ist mir nicht geschmeidig genug, um einen feinen Grat zu erzeugen.)

Hier kann man den Anfang eines Wabenbaus ohne vorgeprägte Mittelwandstreifen erkennen.

Unten sind eine Brutwabe mit verdeckelter Brut und eine Wabe in der Beute abgebildet. Bei der unteren Wabe kann man gut den Abstand zur schrägen Wand erkennen, der die Beweglichkeit der Waben erlaubt (Mobilbau).


Der Versuch die Waben durch eine Schnur weiter zu stabilisieren, hat leider nicht geklappt. Trotz der Verwendung eines synthetischen Materials, hat sich dieses in der hohen Luftfeuchtigkeit aufgezwirbelt.



Einen neuen Versuch werde ich mit einfachen Drahtbügeln unternehmen, die in U-Form als Stabilisierung dienen sollen. Dadurch könnte der Übergang vom Imkern ohne Rähmchen noch einen Schritt einfacher sein.

Von den Bienen wird ein so kräftiger Draht mit deutlichem Widerwillen angenommen. Was eine stärkere Nutzung für mich erstmal ausschließt.

 

Wabe mit sichtbaren Drahtstützen in U-Form

Es geht noch besser

Die neuen Beuten sind bis auf die Fluglöcher und die Randleisten baugleich der ersten Beute. Die Randleisten sind nur noch lose aufgelegt und als liegendes L-Profil aus zwei vorgehefteten Leisten zusammengeleimt. So können leichte Abstandsänderungen zur Seitenwand ausgeglichen werden und die obere Abdeckung bleibt immer geschlossen.




Auf diesem Foto (unten) werden die dreieckigen Fluglöcher erkennbar. Sie können mit der Säge hergestellt werden und erlauben eine gute Fluglochkontrolle durch die Bienen. (Außerdem sieht man den Rand des mit Drähten einfach untergehängte Bodenbrett, das als Varroa-Windel dient und auf der Oberfläche weiß beschichtet ist.)



Auch in Top-Bar-Hives fallen Speckseiten (vollverdeckelte Honigwabe) an. Wichtig ist es, dass die Fluglöcher so angelegt sind (egal ob Warm- oder Kaltbau) dass es einen gut belüfteten Eingangsbereich gibt, in dem die Bienen ein geschlossenes Brutnest bilden können.

Wenn die Harmonie durch Schwarmstimmung oder Schwäche der Königin zerfällt, kann man dieses am Fehlen des Zusammenhanges beim Wabenbau erkennen.

Bei solchen geschlossenen Drohnenbrutflächen ist ein Ausschneiden zur Varroareduzierung möglich.



Wenn Du denkst, dass Du denkst...

Durch die hohe Beweglichkeit der Waben sind fast alle Methoden der Könginnenzuchträhnlich wie in einem Zuchttrog in der Oberträgerbeute durchführbar. Wenn man unsicher ist, ob ein Volk noch über eine Königin verrfügt, wird dies mit einer sogenannten Weiselprobe durch die Gabe jüngster Brut aus einem anderen Volk geprüft. Wenn die Bienen die Zellen zu Nachschaffungszellen für eine Ersatzkönigin erweitern (aufbalsen), kann man davon ausgehen, das das Volk weisellos (ohne Königin) ist. Im unten Abgebildeten Fall wurden von mir nicht eine ganze Brutwabe, sondern künstlich beweiselte Zuchtstopfen verwendet. (Die Zuchtstopfen werden mit Wachs an den Oberträger geklebt.) Der Oberträger, mit den künstlichen Weiselbechern, wird zur Weiselprobe mitten ins Volk gehängt. Leider war auch das Ergebnis der Weiselprobe uneindeutig. Dies kann Passieren, wenn die Larven nicht gefallen oder noch eine schwache Königin im Volk ist. Nur die Zweite Zelle von links wurde von den Bienen angenommen.


Muss i' denn...

Durch die Verwendung von einzelnen Bohrlöchern, die noch einen gewissen Abstand voneinander haben, kann man mit einem Trennschied und einem Stück steifer Klarsichtfolie eine einfache aber sehr funktionelle Bienenflucht improvisieren. (Diese funktioniert bei Flugwetter und ohne Brut in den Honigwaben bei mir tadellos. Die Bienen im abgetrennten Teil verlassen diesen durch das Flugloch und finden den Eingang der transparent vor dem sichtbaren Flugloch liegt nicht wieder. Je mehr Bienen ausfliegen, umso einsamer fühlen sich die verbliebenen Bienen auf den Honigwaben und ziehen auf der Suche nach Anschluss ebenfalls aus. Durch die benachbarten Fluglöcher finden Sie schnell ins Volk zurück.)

 

Da die Schiede bei der groben Bauart evtl. nicht so dicht die Räume voneinander Abschließen habe ich mir schon geholfen, in dem ich das Schied in eine Plastikolie eingeschlossen habe. Die Folie schmiegt sich an den Kanten gut an. (Ggf. könnte man noch einen Schaumstoffstreifen einschließen.)


Top-Bar-Hive
Systematisches
Bien und Beute
Jahreslauf
Varroa und Co.
Imkern
Hobbyimkern in der Oberträgerbeute (Top-Bar-Hive)WerkstattBlaupausenForeign GuestsGastbeiträgeGolzbeuteLong-HiveAktuelles
Alle Rechte vorbehalten.