Hobbyimkern in der Oberträgerbeute

nachgedacht & selbstgemacht

Um die Oberträger an den Auflagepunkten leicht mit einer Stichsäge zu fertigen, benutze ich eine Anreisshilfe aus Aluminiumblech, die man leicht selbst herstellen kann. Durch die Einheitlichkeit wird das Arbeiten an der Beute zudem etwas vereinfacht. Entlang der Längsseite kann man mit einem Bleistift oder Kugelschreiber die Schnittlinie vorzeichnen. (Hier durch eine blaue Linien dargestellt.)

Winterarbeiten - Bauen

Den Bau neuer Oberträgerbeuten versuche ich mit relativ wenigen Werkzeugen in unserer Garage zu gestalten. Um schnell und einfach ohne Kappsäge die Latten für die Oberträger abzulängen, habe ich einen einfachen Queranschlag (mit seitlichen Führungsleisten an den Tischaußenkanten) zusammengenagelt, der einen seitlichen Anschlag für die richtige Länge hat. Unter dem Maschinentisch ist eine Handkreissäge montiert.

 

Exakte Winkel lassen sich mit einem anschraubbaren Winkelanschlag herstellen. Dabei wird allerdings ein etwas längeres Brett benötigt. Eine Kreissäge mit Führungslaser vereinfacht die Einstellung der Schnittlänge sehr stark.

Astlöcher und Ungenauigkeiten lassen sich mit Sägespäne und Leim auffüllen. ("Leim" und Sägespäne macht die Beute schöne.)

 

Bauen Sie die Beute möglichst einfach.

 


Da gibt es immer was zu tun 

Im sonnigen Oktober ist die richtige Zeit für kleine Reperaturen (am offenen Bienenvolk). So habe ich 2008 alle Hängedrähte ausgetauscht. Um die Beuten nicht allein bis auf den Boden abstellen zu müssen, habe ich zwei Getränkekästen unter die Beuten gesetzt. So brauch die Oberträgerbeuten nur Seite nach Seite ein kleines Stück angehoben zu werden.



 

Jedes Töpfchen braucht sein Deckelchen...

So brauchten meine Oberträger teilweise neue Dächer. Die Herstellung ist im Prinzip ganz einfach. Aber so ist das mit Prinzipien. Nachdem ich mir eine Klappwerkbank mit dem Biegen der Bleche ruiniert hatte, habe ich die Herstellung der Dächer ins Wohnzimmer verlagert. Der Wohnzimmerteppich dient als Unterlage. Dann wird aus dem Standardblech (Alu- oder Zinkblech mit 100 x 60 com) in jeder Ecke ein Quadrat von 3,5 x 3,5 cm ausgeschnitten (Oberträgerbreite). Als Ersters werden die Langseiten gebogen. Zwei zusammengeschraubte Bretter dienen als "Biegeknecht". Nach der ersten Anwendung werden die Bretter nicht mehr auseinandergeschraubt. An der Biegeseite bilden die Bretter einen leichten spitzen Winkel, um das Biegen zu vereinfachen. Die Stirnseiten werden dann, gebogen, indem ein Oberträger las Biegekante aufgelegt wird. Etwas anstrengend ist das schon, aber es funktioniert bislang sehr gut.



 


Ein Häuslein steht im Walde auf einem Bein...

Als Hobbybienenhalter hat man die Wahl. Entweder man hat die Bienen im Hausgarten und bestens unter Kontrolle, so dass man jeden Abend „Guten Abend!“ sagen kann, oder man hat die Bienen weiter weg stehen und weiß nicht, ob man sie ausreichend oft besuchen kann. Für den Fall, dass die Bienen weiter weg sind, gibt es noch die zusätzlich Möglichkeit einer Schwarmfalle (oder etwas böse Lockbeute). Früher waren diese Beuten durch das BGB verboten. Dass es nicht mehr so ist, ist gut so. Denn lieber einen Schwarm fangen, als Ihn in der Wildbahn ohne Krankheitskontrolle oder Varroabehandlung als Ansteckungsherd für andere Bienenvölker zugrunde gehen lassen.

Swarm catch box im Wald  

Beim Aufstellen einer Schwarmfalle müssen, wie ich finde, aber ein paar Sachen berücksichtigt werden. Zum Ersten: um eigene Schwärme anzulocken, muss man die Falle in einiger Entfernung vom eigenen Standplatz aufstellen. Laut Herstellerangabe der Pheromon-Ampullen, die die Bienen durch nachgebautem Sterzelduftstoff (Chemisches Flugleitsystem der Bienen) anlocken, sollte der Abstand mindestens 250 Meter zu den eigenen Völkern betragen, was vielleicht nicht immer möglich ist. Zum zweiten sollte man das eingezogene Volk erstmal nicht wegbewegen, sondern an Ort und Stelle in eine Beute einschlagen. Erst nach einer Quarantäne mit Kontrolle der ersten Brut, gegebenenfalls unter Unterstützung durch einen Fachmann kann man die Bienen über ein mindestens sechswöchiges Verstellen an einen anderen Standort wieder zum Standplatz bringen.

Schwarmfang-Box und Deckel sind mit zwei Gummis fixiert, aus jeweils aus der Längshälfte einer Fahrradschlauches bestehen.

Schwarmfallen können mit Oberträger versehen werden, die nur mit einem Anfangsstreifen versehen sein sollten. Die Oberträger werden genau wie Rähmchen auf eingeklemmte Querleisten aufgelegt. Die Ränder müssen frei bleiben, damit sich der Deckel dicht schließen lässt. Werden Pheromon-Ampullen eingesetzt, können diese, wie in meinem Beispiel an einen Draht in die Falle eingehängt werden. Details kann man auch der englischen Bedienungsanleitung entnehmen. Dabei sollten ein paar Dinge immer gelten.

  1. Pheromonampullen immer mit Handschuhen anpacken. (Sonst könnten die eigenen Bienen ziemlich anhänglich werden.)

  2. Pheromonkapseln nie öffnen. Der Duftstoff wandert durch den Kunststoff nach außen.

  3. Unbenutzte Pheromonkapseln im Kühlschrank aufbewahren.

 Einblick Schwarmlockfalle


Jungfern- oder Altersheim, wem mag wohl das Häuschen sein

Kirchainer Begattungskästchen auf unserem Garagendach

Reserveköniginnen können im Sommer in Begattungskästchen untergebracht werden. Hier habe ich ein Kirchhainer Begattungskästchen auf unserem Garagendach untergebracht. Die Unterlage ist ein Schattendach, das mit Steinen beschwert wurde. Als Schutz (für die Dachfolie und das Lattenholz) habe ich die aufliegenden Leisten mit Plastikschnüren umwickelt. Das Spanngummis sind aus einem Fahrradschlauch geschnitten.

Ihre Majestät...
Auf der kleinen Wabe kann man sehr gut die Königinn mit Ihrem Hofstaat erkennen.

Miniwabe aus klienem intaktes Volk mit Königin und Brut

Bilden Sie einen Ableger mit einer Reservekönigin.


Besser als ein Blumentopf...


Ursprünglich dachte ich, man sollte eine Top-Bar-Hive an einem Tag bauen können und kann so auch auf das Vorhalten von Beuten verzichten können. (Das Bauen ging dann doch nicht so schnell.)

Aber als ich samstags nach 14.00 h nach Hause kam und mein freundlicher Nachbar erzählte meine Bienen wären geschwärmt, hatten nur noch die Baumärkte auf und die Zeit war begrenzt.

Rausgekommen ist dieser Ablegerkasten (hier noch ohne Griffleisten). Leider war es bereits ein Nachschwarm, der zu weit oben im Kirschbaum hing, und sich auch mehrmaligen Versuchen nicht vollständig einschlagen ließ und mehrfach wieder auszog.

Geblieben ist mir (neben dem Erlebnis) der Ablegerkasten und die Erfahrung, dass die Top-Bar-Hive für eine Schwarmverhinderung durch Zwischenableger in einer Beute (An der Stirnseite habe ich ein optionales Flugloch über die gesamte Breite, das hierzu geöffnet werden kann) doch zu eng sein könnte.



Ablegerkasten unter Kirschbaum

Es ist sinnvoll den Ableger schon zwischen zwei Pfähle zu hängen, die bereits ausreichenden Platz für eine Standardoberträgerbeute bieten, so finden sich die Flugbienen bei einem Beutenwechsel leichter zurecht. Es ist auch möglich mit dem Ableger ein paar Tage vor dem Umsetzen zu wandern, um nicht das Volk in der Standardoberträgerbeute bugsieren zu müssen. Als Aufhängung dient eine geschlossene Drahtöse.

 

Ablegerkasten hängend auf TBH-Breite

Als Fluglöcher dienen fünf Bohrlöcher, die mit einem Weiselstopfen oder Korken verschlossen werden können. Auf der Rückseite liegt ein 32 mm Flugloch, so dass der Ableger auch als Swarmfalle genutzt werden könnte. Damit keine größeren Tiere einziehen, wird das Flugloch mit drei vertikalen Drähten gesichert.

 

Swarm catch box- Flugloch


Quetschhahnmontage:

 

Vorsicht mit den Fingern...

Eigentlich wollte ich nur probieren ob der Hahn aufs Loch passt. Leider saß er gleich so fest, dass er auch mit dem Hammer nicht mehr ganz auszurichten war. (Also besser gleich richtig ausrichten!)


Da passende Lochbohrer relativ teuer sind, habe ich mir anders geholfen.

In eine Leiste habe ich eine Spanplattenschraube gedreht und in Entfernung des halben Lochdurchmessers die Leiste halb eingesägt. Die Leiste einschrauben und das Klingenmesser in den Sägeschlitz einführen und langsam drehen. Mit etwas Geduld erhält man ein sauberes, passendes und preisgünstiges Loch.

 


Schnittführung Cutter in EimerAusschnitt für Quetschhahn


Eine drahtige Angelegenheit...

 

Mit Draht werden die Beuten aufgehängt und ich verwende in als Ersatz für sogenannte Beschläge (Dachbefestigungen, Verschlüsse...). Damit der Draht nicht versagt sind einige Dinge zu beachten, die ich beim Stellen von Elektroweidezäunen mitbekommen habe. Irgendwozu ist halt alles gut.

Auf jeden falls sollte man sogenannte Augen verhindern. Wenn Zug auf eine solche Schlinge kommt, wird der Draht zerrissen, auch wenn man das Auge wieder begradigt hatte.

Drahtauge 

Um eine Schlaufe als Verbindung zu schaffen, reicht es nicht das lose Ende um den belasteten Draht zu wickeln. Eine solche Verbindung hält keinen starken Zug aus und würde auseinander gezogen.

 Schlaufe

 

 

Richtig ist es beide Enden umeinander zu rödeln (verdrehen von Draht). Falls ein der Draht bereits belastet wird ist dies nicht möglich. Dann wird das Drahtende  doppelt von außen nach innen um den gespannten Draht gewickelt, wie es hier in zwei Schritten abgebildet ist.

Wirbel

 

Um zwei Drahtstücke miteinander zu verbinden reicht es nicht beide losen Enden zu umeinander zu drehen. Um eine belastbare Verbindungen zu bekommen, ist es besser, zwei Schlingen zu bilden, die ineinander greifen.

Verbindung



Wohin damit?

Für die entnommenen Waben benötigt eine geeignete Ablage ich verwende hierfür eine einfache Klappkiste mit einem selbstgebauten Holzrahmen, der die Höhe an die Beutenhöhe anpasst.



Auch ohne Klappkiste kann der Aufsatz zur sicheren Ablage von Oberträgern auch mit Anfangsstreifen oder Weiselbechern dienen.


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