Hobbyimkern in der Oberträgerbeute

Nützliches und Einfaches

Um kleine angebaute Stellen leicht trennen zu können, hilft mir ein Sägeblatt mit einem abgeknicktem Ende, wie es hier abgebildet ist. Die seitlichen Randleisten sind nur geschraubt, um sie, falls nötig (wenn die Randwabe an die Wand angebaut sein sollte), leicht entfernen zu können oder als lose Leisten gestaltet (siehe unten). Eine gute Wabenpflege ist nicht nur bei der Oberträgerbeute Grundvoraussetzung für ein gutes Arbeiten. Besonders bei Auszugsbeuten ist dies wichtig. Auch bei Magazinen kann ich mich an Oberträger erinnern, die ohne den Rest der Wabe aus der Zarge kamen.

Sägeblatt auf Oberträgern abgelegt

 

Bei starkem Bienenbesatz und starker Randverbauung ist es von Vorteil das Sägeblatt mit etwas Nelkenöl einzureiben, dies hält die Bienen auf Abstand und verschafft freie Sicht auf den Zwischenraum.


Anbaupunkte einer Wabe in der Beute


Wie alles ist der Winkel für die Schräge de Seitenteile nicht wirklich eng gefasst. Bei mir sind es etwa 22,5°, die sich aus dem Beutenmaß ergeben. Bauskizzen befinden sich auch aufder Homepage. Je schräger um so kleiner die Wabe und so geringer die Wahrscheinlichkeit, dass die Bienen seitlich anbauen, auch wenn die Beute mal nicht ganz waagerecht ausgerichtet ist. Das Kirchhainer Begattungskästchen funktioniert auch mit steilen 55° noch sehr sicher, auch wenn dort genau an den gleichen Punkten Wachsbrücken angebracht werden. Wenn die Bienen seitlich anbauen ist dies weniger von der Genauigkeit des Winkels als von der Stabilität der Waben abhängig. Neu gebaute Waben (ohne verfestigende Jungferhäute durch Brut) werden schon mal seitlich angebaut, insbesondere wenn sie beim Hantieren durch falschen Halten (setlich knicken und so in Ihrer Stabilität) belastest wurden.

In der Skizze sind die angrenzenden Wabenbereiche rot markiert, an den die Bienen in der Top-Bar-Hive besonders gerne Wachsbrücken an die Vor- und Rückwand aussziehen. Die Ordnungszahl entspricht dabei der wahrscheinlichen Reihenfolge, dass an diesen Stellen Wachsbrücken entstehen. Diese Stellen zu kennen und beim Bearbeiten der Bienenvölker zu berücksichtigen, in dem am vorsichtig den Sockmeisel oder ähnliches an diesen Punkten unter den Bienen einschiebt, hilft, Wabenzerstörungen und Unruhe im Volk zu vermeiden.




Wenn die Waben öfters entnommen werden und die Wachsbrücken (dann zum Beispiel mit dem abgebildetem Sägeblatt getrennt werden, bleiben die Waben unbeschädigt, sobald die Waben etwas in Gebrauch sind, werden sie immer seltener angebaut. (Wenn man die Beuteninnenseiten weiter mit dem Stockmeisel sauberschabt, hilft auch dieses.) Insgesamt ist es also auch etwas Übungssache beziehungsweise Umsicht des Imkers. Um so mehr Erfahrung ich in den letzten Jahren gesammelt habe, um so weniger wurde angebaut, und nach dem ersten Jahr gab es auch normalerweise keine abgerissenen Waben mehr. Stark verbaute Waben sind meist auch voll Honig. Das rechtzeitige Ernten hilft hier sehr, abgerissene Waben, starkes Verbauen und unangenehmes Arbeiten zu vermeiden, bevor es auftritt.

Bei der Bearbeitung selbst merkt man häufig garnicht, dass die Waben abgeknickt worden sind. Deshalb sollte man die Waben bereits bei einm Verdacht für die nächste Woche mit einem starkem Draht stabilisieren.

 

Abgerissene Futterwabe nach falschem Handling.

Eine abgerissene Futterwabe nach der Überwinterung. Die Wabe wurde von den Bienen setlich angebaut und die Zellen oben abgerundet. Würde dei Wabe im Volk belassen, würden dei Bienen die Wabe wieder nach oben ausbauen.



Verdammt keine Munition mehr...

Wenn man irgendwas vergessen hat, sind es am ehesten die Handschuhe (darauf kann man auch verzichten) oder trockenes Zündmaterial für den Smoker. Mit der unten abgebildeten Mischung aus etwas Papier oder Eierkarton und Birkenrinde, die ich von einem abgebrochenen Ast abgezogen habe, ging der Smoker an wie nix.

Zunder auf Eimer bereitgelegt.

Und dann fand sich noch ein passendes Plätzchen...
für den Smoker. Der direkt am Pfahl an einem Isolator hängt und von einem zweiten Isolator abgestützt wird. So bleibt er im Blick und in Griffnähe und der Rauch zieht nach oben ab, ohne die Bienen ungewollt zu beunruhigen.

rauchender Smoker an Pfahl

 
Für den Transport am Bienenstand brauche ich noch etwas, das geländegängiger ist als mein PKW und in den Kofferraum passt. Neben einer Klappkistenkarre verwende ich diese Faltschubkarre und einen alten Jogger (geländegängiger Dreiradkinderwagen). Für längere Strecken ist die Schubkarre allerdings wenig geeignet. Als "Sonderzubehör" habe iche eine Windel mit einer Leiste (eine Art Rahsegel für die Schubkarre)als Zeckenfang angehängt, der mir der Weg freimachen soll.

Zusammenfaltbare, beladene Schubkarre

 



Pfähle zum aufhängen des Bienenkastens die nur mit einem Hammer eingeschlgen werden halten besser, wenn zuvor mit einem Handbagger ein Loch aussticht. In weichem Oberboden habe ich zusätzliche Leisten um die Pfähle eingeschlagen, die den Pfahl verbreitern, wenn die Pfähle einen zu geringen Umfang (Durchmesser) hatten, um alleine sicher zu stehen.

Handelsüblicher Pfahlbagger

Ein anderes besonders geeignetes Werkzeug ist eine Pfahlramme, wie sie hier abgebildet ist. Leider besitzte ich keine eigene. Aber ich brauche ja auch selten eine. Wichtig ist, dass die der Durchmesser auf die verwendeten Pfähle passst. Pfahlrammen sind sicherer im Einsatz und vermeiden das Spalten der Pfahlköpfe, wie es mit einem schweren Hammer geschieht, wenn der Untergrund zu fest ist. Generell stören die Pfähle sehr wenig, da sie noch leichter entfernt als gesetzt werden können und keine dauerhaften Spuren hinterlassen. Unter den Kästen kann das Gras oder ähnliches weiter wachsen. Es gibt keine Bodenversiegelungen. Bienenhäuser oder ähnliches sind beim Imkern mit der Oberträgerbeute nicht nötig.

Abbildung einer ( nicht von mir) selbstgebauten schweren Pfahlramme

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